Lichtblicke trotz Niederlage – Cordula setzt emotionales Zeichen
von Saskia Wiennecke
Es war ein schwieriger Abend für die Damen des TV Mandelsloh/SV Germania Helstorf (SG).
Mit 2:8 musste man sich zuhause dem starken SV Butteramt II geschlagen geben. Ein Ergebnis, das deutlich klingt – und es über weite Strecken auch war.
Doch zwischen klaren Niederlagen, engen Ballwechseln und ernüchternden Zwischenständen gab es Momente, die Mut machen.
Schwerer Start in den Doppeln
Bereits in den Doppeln geriet Mandelsloh früh unter Druck.
Linke-Neumann/Thies fanden kein Mittel gegen das starke erste Doppel der Gäste.
Paggel/Wiennecke lieferten sich einen packenden Fünfsatzkampf, mussten sich am Ende jedoch knapp geschlagen geben.
0:2 – und das Spiel lief von Beginn an hinterher.
Oberes Paarkreuz: Lernen auf höchstem Niveau
Im oberen Paarkreuz sammelt Saskia Wiennecke derzeit wichtige Erfahrungen.
Doch die Aufgabe ist anspruchsvoll – sehr anspruchsvoll. Gegen die starken Gegnerinnen aus Butteramt musste sie anerkennen, dass hier aktuell noch die Konstanz und Durchschlagskraft fehlen. Die Lernkurve ist steil, der Wille erkennbar – aber es braucht Zeit, um sich dauerhaft auf diesem Niveau zu behaupten.
Jo-Anne Paggel stemmte sich mit großem Einsatz gegen die Niederlage, gewann ein Einzel überzeugend und bewies in ihrem zweiten Match enorme Nervenstärke im fünften Satz. Zwei wichtige Punkte für das Team – und ein Zeichen, dass Kampfgeist vorhanden ist.
Unteres Paarkreuz: Cordula setzt ein Ausrufezeichen
Und dann war da dieses letzte Spiel des Abends.
Cordula Thies hatte zuvor einen gebrauchten Abend erwischt. Ihr erstes Einzel lief nicht nach Wunsch, die Sätze gingen klar verloren. Doch wer dachte, sie würde sich hängen lassen, der wurde eines Besseren belehrt.
Im abschließenden Einzel zeigte Cordula ein völlig anderes Gesicht.
Konzentriert, mutig, kämpferisch. Sie gewann die ersten beiden Sätze, hielt auch nach dem Satzausgleich dagegen und zwang ihre Gegnerin in den Entscheidungssatz.
Auch wenn das Match am Ende knapp verloren ging – dieses Spiel war mehr als nur ein weiterer Punkt auf dem Spielberichtsbogen. Es war ein Statement. Ein Zeichen von Wille. Von Stolz. Von „ich gebe hier nicht auf“.
Gerade in einer klaren Niederlage sind es solche Auftritte, die in Erinnerung bleiben.
Fazit
Ja, das 2:8 tut weh.
Ja, Butteramt war an diesem Abend das bessere Team.
Aber:
Es gab Einsatz. Es gab Entwicklung. Und es gab eine Cordula Thies, die im letzten Spiel des Abends noch einmal alles auf den Tisch brachte.
Manchmal sind es nicht die Siege, die eine Mannschaft formen – sondern die Art, wie man mit schwierigen Abenden umgeht.
Die Saison ist noch nicht vorbei.
Und jeder Abend bietet die Chance auf ein neues Kapitel.
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