Widrigkeiten, Willen und ein Traum, der weiterlebt

von Chrischan Wiennecke

Nach dem emotionalen Heimsieg gegen TTT Nord Garbsen III war klar:
Plötzlich ist da nicht nur der Blick auf Platz zwei.
Plötzlich lebt sogar der Traum vom direkten Aufstieg.

Doch genau in solchen Momenten wird es gefährlich.
Denn wer träumt, darf nicht nachlassen.
Jeder Gegner muss ernst genommen werden. Jeder Punkt zählt. Jeder Sieg ist Pflicht.

Mit SV Butteramt III wartete auswärts genau jene Mannschaft, die im Hinspiel beim 5:5 bereits bewiesen hatte, wie unangenehm sie sein kann. Dieses Mal musste es anders laufen.


Ein Abend beginnt mit Hindernissen

Noch bevor der erste Ball gespielt wurde, begann das Spiel mit einer Überraschung.
Die eigentliche Halle war nicht nutzbar – ein Schaden an einem tragenden Deckenbalken machte sie unbespielbar.

Also ging es ins dritte Spiellokal.
Und spätestens beim Betreten war klar, warum dieses nur selten genutzt wird:

  • sehr klein

  • extrem niedrige Decke

  • schwierige Lichtverhältnisse

Kein Raum für hohe Topspins. Kein Raum für Gewohnheiten.
Hier würde es kein schönes Spiel geben – nur Kampf.

Und genau den nahm die SG TV Mandelsloh/SV Germania Helstorf III an.


Doppel – schwieriger Auftakt

Das erste Doppel mit Matussek/Langreder startete konzentriert und sicherte einen wichtigen Punkt.
Im zweiten Doppel mussten sich Bauer/Wiennecke jedoch geschlagen geben.

1:1 – alles offen.


Einzel – ein Spiel auf Messers Schneide

Butteramt legte vor.
Akbari brachte Matussek überraschend klar zu Fall – Rückstand für die SG.

Doch Andreas Bauer konterte in einem nervenaufreibenden Fünfsatzmatch gegen Schröder und drehte sein Spiel mit kühlem Kopf.

Jürgen Langreder ließ anschließend nichts anbrennen und gewann souverän.
Auch Christian Wiennecke zeigte sich stark und punktete sicher.

Zwischenstand: Führung für die SG.

Doch Butteramt blieb dran.
Akbari schlug erneut zu, verkürzte – und plötzlich stand es wieder Spitz auf Knopf.

In dieser Phase zeigte sich, wie eng dieses Spiel wirklich war:
Die Ballbilanz am Ende – 366:362 Bälle – unterstreicht, wie knapp dieser Abend verlief.


Die Entscheidung – Nerven aus Stahl

Beim Stand von 5:4 war klar: Ein Spiel entscheidet alles.

Jürgen Langreder trat im letzten Einzel des Abends gegen Kucharska an – und es wurde ein echter Fünfsatzkrimi.
Satz um Satz wechselte das Momentum, jeder Punkt war umkämpft.

Und dann, im fünften Satz, behielt Langreder die Ruhe.
Er setzte sich durch.
Er sicherte den sechsten Punkt.

6:4 für die SG TV Mandelsloh/SV Germania Helstorf III.


Der Traum lebt

War es schöner Tischtennissport?
Nein.

War es ein Spiel mit perfekten Bedingungen?
Ganz sicher nicht.

War es ein Sieg, der Charakter zeigt?
Absolut.

Unter schwierigen Hallenbedingungen, gegen einen unangenehmen Gegner und nach einem umkämpften Spielverlauf holt sich die SG TV Mandelsloh/SV Germania Helstorf III zwei weitere Punkte.

Und damit bleibt nicht nur Platz zwei gefestigt.

Der Traum vom direkten Aufstieg?
Er lebt weiter.

Und jetzt weiß die Liga:
Diese Mannschaft lässt sich weder von niedrigen Decken noch von schweren Lichtverhältnissen aufhalten.

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